Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg



Emissionswerte des MHKW im Vergleich zu anderen Emittenten



Dioxine

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PCDD/F, PCB, PAH

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Feinstaub

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Verschiedene Dioxinemissionen und eigene Messungen im Vergleich



Anmerkung: Alle angegebenen Werte sind Mittelwerte

Quelle:
Umwelt-Materialien Nr. 172, Luft; Dioxin- und PAK-Emissionen der privaten Abfallverbrennung; Hrsg.: Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft, BUWAL; Bern, 2004
Emissionsjahresbericht 2010 des MHKW Würzburg

Siehe auch "Auswirkungen des Betriebes auf die Umgebung des MHKW"
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"Dioxin- und PAK-Emissionen der privaten Abfallverbrennung", Seite 43
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"Emission von Dioxinen, PCB's und PAHs aus Kleinfeuerungen"

Umweltbundesamt Österreich;
Thanner, G., Moche, W.; Monographien Bd. 153; Wien, 2002

Summary

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Vollständige Fassung

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Auszug:
Das Umweltbundesamt hat erstmals 1996 PCDD/F-Emissionsmessungen an einem Heizkessel eines Einfamilienhauses und 1997 an einem Einzelofen durchgeführt. Dabei wurden die Öfen unter realen Heizbedingungen mit Kohle und als Vergleich mit Holz befeuert. Während die PCDD/F-Emissionskonzentrationen des Heizkessels deutlich unter 0.1 ng TEQ/Nm³ (0 % O2) lagen, wurden im Rauchgas des Einzelofens bei Beheizung mit Kohle Werte im Bereich von 13.8 bis 87.2 ng TEQ/Nm³ (0 % O2) gemessen. Diese Meßwerte lagen weit über jenen aus der Literatur bekannten PCDD/F-Emissionsdaten von Einzelöfen.

Dioxine Kleinfeuerung

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Emissionskonzentrationen PCDD/F, PCB und PAH bei Kleinfeuerungen:

Brennstoff PCDD/F TEQ
(I-TEF)
PCDD/F TEQ
(WHO)
PCB TEQ
(WHO)
PAH 16-EPA
ng/Nm³
(0 % O2)
ng/Nm³
(0 % O2)
ng/Nm³
(0 % O2)
ng/Nm³
(0 % O2)
Holz 0.1 - 2.0 0.1 - 2.0 0.01 - 0.08 0.4 - 7.8
Kohle 7.5 - 38.7 8.0 - 41.8 1.7 - 2.4 1.6 - 21.2
Koks 0.9 - 4.4 0.9 - 4.6 0.03 - 0.2 0.1 - 0.7

Umgerechnet auf 11 % O2 ergibt dies folgende Werte:

Brennstoff PCDD/F
TEQ(I-TEF)
PCDD/F TEQ
(WHO)
PCB TEQ
(WHO)
PAH 16-EPA
ng/Nm³
(11 % O2)
ng/Nm³
(11 % O2)
ng/Nm³
(11 % O2)
ng/Nm³
(11 % O2)
Holz 0.047 - 0.94 0.047 - 0.94 0.0047 - 0.0376 0.188 - 3.666
Kohle 3.525 - 18.189 3.76 - 19.646 0.799 - 1.128 0.752 - 9.964
Koks 0.423 - 2.068 0.423 - 2.162 0.0141 - 0.094 0.047 - 0.329
MHKW Würzburg
Linie I
zum Vergleich
0,0044
(vgl. Emissions-
jahresbericht 2006)
  0,0022
(vgl. Emissions-
jahresbericht 2002)
 


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Bayerisches Landesamt für Umweltschutz (LfU) zum Thema "Feinstaub und MVA"

Die regelmäßigen Veröffentlichungen der Emissionswerte des MHKW Würzburg (siehe Monatliche Emissionsberichte und Emissionsjahresberichte) zeigen, dass die Linien 1, 2 und 3 weit unterhalb des gesetzlichen Grenzwertes für Staub von 10 mg/m3 arbeiten.

Die Emissionswerte sind ungleich niedriger als jedes Kohle-, Holz- oder Ölheizkraftwerk. (siehe Emssionsfrachtenvergleich unter www.itad.de/emissionen).

Dies bestätigt auch der ehemalige Bundesumweltminister Jürgen Trittin in der EUWID vom 08.03.2005.

Die aktuelle Stellungnahme des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz (LfU) in einer Email vom 04.04.2005 hierzu, Zitat:

"Erste Untersuchungen an verschiedenen Verbrennungsanlagen legen nahe, dass 40 - 60 % vom emitierten Gesamtstaub aus modernen Abgasreinigungsanlagen mit dem Standard der 17. BImSchV als PM-10 anzusprechen sind. Da bisher nur wenige Ergebnisse vorliegen, sollte man im Sinne einer konservativen Betrachtung davon ausgehen, den gesamten emitierten Staub als PM-10-Staub zu betrachten. In Immissionsprognosen nach der neuen TA Luft `02 wird i.d.R. von einem Anteil von 90 % ausgegangen.

Andere Abgasreinigungsanlagen können zwar einen geringeren Anteil an PM-10 emitieren, da aber dort die Gesamtstaubemission meist deutlich höher ist, liegt die absolute Masse an PM-10 ebenfalls höher.

Die Angaben über PM-10 im zweiten Diagramm des Beitrags beruhen auf einer Immissionsberechnung nach den Vorgaben der TA Luft ´02. Die Beurteilung berücksichtigt den strengsten Grenzwert (EU) mit 20 µg/m³. Der derzeit heiß diskutierte Grenzwert liegt bei 50 µg/m³, d.h., die Prozentanteile der MVAs lägen noch um das 2,5-fache niedriger.

MVAs unterschreiten selbst im ungünstigsten Fall (und bei einem Grenzwert, der 2,5-fach unter dem derzeitig gültigen Tagesgrenzwert der TA Luft liegt) in aller Regel das Irrelevanzkriterium der TA Luft für den Feinstaub PM-10.

Somit ist nicht davon auszugehen, dass MVAs derzeit einen merklichen Beitrag zur Feinstaubproblematik leisten. In der Regel wird der aktuelle Beitrag sogar nicht messbar sein.

Zusätzliche Maßnahmen zur Staubminderung an MVAs wären sinnlos und gingen restlos am Problem vorbei. Der Hauptverursacher ist und bleibt der Verkehr, dort sollten erste Maßnahmen getroffen werden."

Diese aktuelle Stellungnahme des LfU und nachfolgende Graphik aus dem Anhang der Email (Feinstaubbeitrag einer Muster-MVA bezogen auf den Grenzwert von 20 µg/m3 der EU) zeigen, dass selbst bei Ausschöpfen des Grenzwertes der Beitrag nur bei 1,175 % liegt.
Tatsächlich liegen die Emissionen weitaus niedriger (vgl. "reale Emissionen 2003" in nachfolgender Graphik).

Feinstaub aus MVA

Original Email und vollständiger Anhang der zitierten Email des LFU als PDF-Files.

April 2005


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