Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg



Pressespiegel


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PRESSEMITTEILUNG vom 17.02.2011

Umbau der Katalysatoren am MHKW Würzburg erfolgreich abgeschlossen

Der Umbau erspart jährlich über 900 Tonnen CO2 und Erdgas für 250 Einfamilienhäuser

Nach der Vertragsunterzeichnung im April 2009 sind nun beide Dampfgasvorwärmer (DaGaVo) für die Katalysatoren am MHKW nicht nur erfolgreich und ohne Probleme installiert, sondern wir können nun nach einem Jahr Dauerbetrieb im Jahr 2010 das Ergebnis sowohl hinsichtlich Ökologie als auch Ökonomie bilanzieren.

Der Umbau an Linie 1 erfolgte vom 11.07.2009 bis 17.08.2009.

Der Umbau an Linie 2 erfolgte vom 25.10.2009 bis 29.11.2009.

Die Arbeiten wurden in Zusammenarbeit mit der Stadtwerke Würzburg AG, Herrn Dipl. Ing. Bogdan Dima, dem technischen Leiter des MHKW, erfolgreich geplant, durchgeführt und seither auch so betrieben.

Von Seiten des Zweckverbandes erfolgte die technische und finanzielle Begleitung durch den technischen Leiter des Zweckverbandes am MHKW, Herrn Dr. Werner Grüttner.

Ergebnisse:


1. Klimaschutz

In 2010 sank der Verbrauch von Erdgas im Verhältnis zum letzten bilanzierten Jahr vor dem Umbau, also 2008, von ca. 520.000 Nm³ auf nur noch ca. 2.000 Nm³ Erdgas.

Dies bedeutet eine Ersparnis von 900 Tonnen CO2 jährlich, da 50 % des Dampfes aus dem Anteil erneuerbarer Energie im Abfall erzeugt sind.

Dies wiederum entspricht dem CO2-Ausstoß von 375 PKWs pro Jahr mit einer Laufleistung von 15.000 km.

2. Ressourcenschutz

Die eingesparte Menge Erdgas muss nicht im Ausland beschafft werden.

Die gesamte Wertschöpfung erfolgt in Würzburg.

Zum Vergleich:
Die eingesparte Menge Erdgas könnte ein großes Neubaugebiet mit 250 modernen Einfamilienhäusern beheizen.


3. Finanzielle Ergebnisse

Der Zweckverband erspart sich eine Ausgabe von 350.000 € pro Jahr.

Dem steht eine einmalige Investition von ca. 810.000 € gegenüber.

Bei einer Abschreibungsdauer von 15 Jahren ergibt sich ein kalkulatorischer Vorteil für die Gebühr in Höhe von 250.000 €, was schon in der jetzigen Kalkulation (2009 - 2012) eine Reduzierung der Gebühr von 116 €/t auf 112 €/t ermöglichte.

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg zeigt so, dass ohne zusätzliche Belastungen über die Stromrechnung Klima- und Ressourcenschutz sogar mit Entlastung des Gebührenzahlers möglich sind.

Der Verbandsvorsitzende, Oberbürgermeister Georg Rosenthal und seine beiden Stellvertreter, Frau Landrätin Tamara Bischof und Herr Landrat Eberhard Nuß nehmen gemeinsam die Schaltung des Dampfgasvorwärmers für die katalytische Entstickung der Linien 1 und 2 in Betrieb.

Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg, 17.02.2011

PRESSEMITTEILUNG vom 22.04.2009

Zweckverband Abfallwirtschaft investiert am Müllheizkraftwerk über 800.000 € in den Klimaschutz

Der Umbau der Katalysatoren vermeidet jährlich über 900 Tonnen CO2


Die beiden Katalysatoren der Linien I und II am Müllheizkraftwerk (MHKW) zerstören seit 1995 zuverlässig und rückstandsfrei etwa 300 Tonnen Stickoxide pro Jahr aus den Rauchgasen dieser beiden Linien.
Dabei entstehen die umweltneutralen Produkte Stickstoff und Wasser.

Die Katalysatoren mussten in der Vergangenheit entsprechend den Vorgaben des Herstellers mit bis zu 300 ºC betrieben werden.
Dazu müssen die Rauchgase (je Linie etwa 67.000 m3/h) nach der Vorreinigung in den Gewebefiltern wieder aufgeheizt werden.
Auf Grund der hohen Temperatur erfolgte dies mit einer Erdgasfeuerung.

Durch Optimierungen ist der Betrieb der Katalysatoren nun mit gleicher Qualität bei deutlich niedrigerer Temperatur von ca. 225 ºC möglich.
Statt mit einer Erdgasfeuerung kann die Wiederaufheizung nun alternativ mit Dampf durchgeführt werden, der im eigenen Kraftwerk produziert wird.

Mit dieser Umstellung auf Dampfnutzung schlägt der Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg mehrere Fliegen mit einer Klappe:

  1. Die für die Wiederaufheizung weiterhin benötigte Energie wird nun zu 50 % aus erneuerbarer Energie erzeugt, denn mindestens 50 % des verwerteten Abfalls im MHKW ist biogenen Ursprungs und damit klimaneutral.

  2. Im Vergleich zum bisherigen Verbrauch an Erdgas erspart das neue Verfahren der Umwelt jedes Jahr 900 Tonnen CO2.

  3. Die Einsparung von jährlich etwa 500.000 m3 Erdgas schont die Ressourcen und mindert die anteiligen Kosten für die Gebührenzahler jedes Jahr um etwa 375.000 €.
Die Investition amortisiert sich damit bereits nach kurzer Zeit.

Bei der zweiten Gebührensenkung des Zweckverbandes zum 01. Januar 2009 von vorher 129 €/t Abfall auf jetzt 112 €/t Abfall ging diese Maßnahme mit einem Einspareffekt von ca. 4 €/t in die Kalkulation ein.

Das nun beauftragte Projekt ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch ein weiterer Gewinn für die Bürgerinnen und Bürger.

Der Auftrag wird nach erfolgter Funktionalausschreibung an die Duisburger Firma ThyssenKrupp Xervon Energy GmbH erteilt.
Diese Firma ist in Würzburg als Auftragnehmer für wesentliche Bereiche bei der Errichtung der Gasturbinen im Heizkraftwerk an der Friedensbrücke bekannt.

Der Zweckverband geht bei wesentlichen Änderungen an den baugleichen Linien I und II seit Jahren den Weg, zunächst eine Linie umbauen zu lassen, um zu sehen, ob der Umbau gut gelingt.
Bei gutem Ergebnis wird dann der Umbau für die zweite Linie durchgeführt.

Entsprechend soll nach derzeitiger Planung auch bei diesem Projekt verfahren werden.

Im Übrigen sei angemerkt, dass ein entsprechendes Projekt an Linie III nicht erforderlich ist.
Die 1999 in Betrieb gegangene Linie III hat mit der "heißen Entstickung" von Anfang an ein Verfahren, das keine Wiederaufheizung benötigt.
Der Zweckverband hat damals für dieses innovative Pilotprojekt im Zusammenhang mit weiteren Neuerungen eine Förderung von 10 Millionen € erhalten, die auch heute noch die Gebührenzahler entlastet.

Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg, 22.04.2009

 

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