Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg


Abfallverbrennung als Emissionsquelle

ReSource 4/2009

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Stellenwert der Abfallverbrennung in Deutschland

Oktober 2008

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Müllverbrennung - ein Gefahrenherd? Abschied von der Dioxinschleuder

Juli 2005

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Der Beitrag der thermischen Abfallbehandlung zu Klimaschutz, Luftreinhaltung und Ressourcenschonung

April 2002

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Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer: Potentielle Gesundheitsgefahren durch Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen

Januar 1993

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Siedlungsabfallverbrennung ist anerkanntes Verfahren zur sicheren Entsorgung von HBCD

Die Vertragsstaatenkonferenz im Mai 2015 (COP 12) des Baseler Übereinkommens hat beschlossen, gemäß dem Vorschlag der technischen Arbeitsgruppe die Siedlungsabfallverbrennung als anerkanntes Verfahren zur sicheren Entsorgung von Hexabromcyclododecan (insb. in Polystrol-Schaumstoff) aufzunehmen.

Der Vorschlag basiert auf den Verbrennungsversuchen im MHKW Würzburg, dessen Ergebnisse in der WM&R veröffentlicht wurden. Die General Technical Guidelines for POP wastes werden entsprechend angepasst. Die Empfehlungen und Anforderungen, auf Grund derer das Verfahren als Advanced Solid Waste Incineration bezeichnet wird finden Sie im ersten Dokument auf Seite 42.

Vorschlag der technischen Arbeitsgruppe    [ Externer Link ]

Veröffentlichung der Ergebnisse der Verbrennungsversuche im MHKW Würzburg   [ Download ]

Verwertung von Polystyrol-Schaumstoffabfällen mit HBCD

Untersuchung zur energetischen Verwertung von expandiertem Polystyrol-Schaumstoff (EPS) und extrudiertem Polystyrol-Schaumstoff (XPS), die als Flammschutzmittel Hexabromcyclododecan (HBCD) enthalten, durch die Mitverbrennung in der Abfallverbrennungsanlage für kommunale Abfälle der Stadt Würzburg.

Technischer Bericht (Kurzfassung), PlasticsEurope, 2014
(PDF-File, 1,2 MB)   [ Download ]

Thermische Abfallbehandlung 2014

26. VDI-Konferenz am 13. und 14. November 2014 in Würzburg

Programm   [ Download ]

Abfallverbrennung als Emissionsquelle

Der Beitrag der thermischen Abfallbehandlung zur gesamten Schadstoffemission in Deutschland ist gering

Margit Löschau, ReSource 4/2009
(PDF-File, 900 KB)    [ weiter ]

Zusammenfassung:

"Die Luftqualität wird durch die Emissionen aus verschiedensten Emissionsquellen nachteilig verändert. Neben der Energiewirtschaft und sonstigen Industrieanlagen tragen auch der Verkehr sowie Haushalte und Kleinverbraucher für viele Schadstoffe einen erheblichen Aneil an der Gesamtemission.
Die thermische Abfallbehandlung macht in ihrer Gesamtheit nur einen sehr geringen Anteil an der Gesamtschadstofffracht aus.
Regional kann die Luftbelastung durch eine solche Anlage jedoch durchaus von Bedeutung sein, insbesondere wenn es durch eine Störung kurzzeitig zu einem Schadstoffausstoß deutlich oberhalb der geltenden Grenzwerte kommt. Im bestimmungsgemäßen Betrieb und somit bei Einhaltung der strengen Grenzwerte der 17. BImSchV, die für Abfall die niedrigsten Grenzwerte im Vergleich zu anderen Brennstoffen festlegt, ist die thermische Abfallbehandlung jedoch kein Ansatzpunkt für weitgreifende Einsparungspotentiale an Schadstoffen."

Stellenwert der Abfallverbrennung in Deutschland

Umweltbundesamt, Oktober 2008
(PDF-File, 210 KB)    [ weiter ]

Inhalt:
  1. Die Abfallverbrennung im Wandel der Zeit
  2. Die Kontroverse um die Abfallverbrennung in den achtziger Jahren
  3. Umeltrelevanz der Abfallverbrennung
  4. Stellen Abfallverbrennungsanlagen eine Gefahr für die Gesundheit dar?
    (Anmerkung: Siehe hierzu die Studie des im Text zitierten Wissenschaftlichen Beirates der Bundesärztekammer von 1993   [ weiter ]  )
  5. Die zentralen Herausforderungen der Abfallverbrennung heute
  6. Potentiale und Hemmnisse der Energienutzung bei der thermischen Abfallbehandlung
  7. Wie lässt sich die energetische Nutzung der Siedlungsabfälle optimieren?
  8. Zukunft der Abfallwirtschaft und die Bedeutung der Verbrennung


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Müllverbrennung - ein Gefahrenherd? Abschied von der Dioxinschleuder

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Stand: Juli 2005
(PDF-File, 58 KB)    [ weiter ]

Aus dem Inhalt:

"In den achtziger Jahren waren Müllverbrennungsanlagen (MVA) das Symbol für die Vergiftung der Umwelt: Die Bürger wehrten sich gegen die Wegwerf-Gesellschaft und gegen die „Dioxin-Schleudern“ am Stadtrand. Der Protest war erfolgreich. Heute wird mehr als die Hälfte des Hausmülls (55 %) als Biomüll, Altpapier, Altglas oder Verpackungen verwertet. Seit dem 1. Juni 2005 geht kein Müll mehr unbehandelt auf die Deponie. Und durch strenge Regelungen" ... " spielen Müllverbrennungsanlagen heute bei den Emissionen von Dioxinen, Staub und Schwermetallen keine Rolle mehr. Und das, obwohl die Kapazität der Müllverbrennung sich seit 1985 fast verdoppelt hat" ...

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Der Beitrag der thermischen Abfallbehandlung zu Klimaschutz, Luftreinhaltung und Ressourcenschonung

Studie des Öko-Institut e.V. vom 4. April 2002, erstellt im Auftrag der ITAD e.V.
(PDF-File, 1,5 MB)    [ weiter ]

Die vorliegende Studie soll aufzeigen, welche Leistungen die Müllverbrennung zur Reinhaltung der Luft derzeit erbringt und welche Aufwendungen damit verbunden sind. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen liegt darin, den Beitrag der Müllverbrennung zu den Emissionen klimawirksamer Gase zu ermitteln. Dabei spielt der biogene Kohlenstoffgehalt im Abfall eine wesentliche Rolle, da die daraus resultierenden CO2-Emissionen nicht als klimawirksam angerechnet werden.
Die Schadstoffbilanzierung erfolgt im Rahmen einer Stoffstromanalyse. Darüber hinaus soll untersucht werden, welche Optimierungen bezüglich des energetischen Nutzungsgrades in deutschen MVA technisch möglich sind, welche Faktoren die Ausweitung der Energieauskopplung aus MVA erschweren und wie sich der Zubau von Neuanlagen auf die Schadstoffemissionen auswirken wird.



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Aus: Deutsches Ärzteblatt 90, Heft 1/2, 11. Januar 1993, S. 45-53, Bekanntmachungen

Wissenschaftlicher Beirat der Bundesärztekammer:
Potentielle Gesundheitsgefahren durch Emissionen aus Müllverbrennungsanlagen

(PDF-File, 348 KB)    [ weiter ]

4. Zusammenfassende Beurteilung und Empfehlung

Bei der Bewertung möglicher Gesundheitsgefährdungen durch Müllverbrennungsanlagen muss zwischen bestehenden Anlagen, die noch nicht den Anforderungen der 17. BImSchV genügen, und modernen Anlagen unterschieden werden. Moderne Anlagen werden heute mit einer weitergehenden Rauchgasreinigungstechnik ausgestattet, so das sie keinen nennenswerten Beitrag zur Umweltbelastung mit organischen und anorganischen Stoffen liefern. Die errechneten Zusatzimmissionsbelastungen an anorganischen Gasen, die aus modernen Müllverbrennungsanlagen stammen werden, liegen weit unterhalb der Hintergrundbelastungen in ländlichen Gebieten. Auch die Emissionen von toxikologisch relevanten Metallverbindungen können durch technische Maßnahmen soweit reduziert werden, dass die maximal zu erwartende Zusatzexposition weniger als 0,1 Prozent der Grundbelastung beträgt. Die Anwendung weitergehender Abgasreinigungstechniken wird auch die Emissionen von organischen Stoffen erheblich vermindern und Zusatzbelastungen ergeben, die aus medizinisch-toxikologischer Sicht vergleichsweise unbedeutend sind. Wegen der weitgehend unspezifischen Abscheidewirkung dieser Techniken gilt dies grundsätzlich auch für noch unbekannte Abgasinhaltsstoffe. Die Immissionszusatzbelastung mit PCDDs/PCDFs aus modernen Anlagen ist für die Belastung der Umwelt kaum feststellbar und führt zu keiner relevant erhöhten Exposition der im Immissionsbereich einer modernen Anlage lebenden Bevölkerung.

Darüber hinaus konnten gelegentlich geäußerte Behauptungen, dass im Umgebungsbereich von bestehenden Abfallverbrennungsanlagen bestimmte Krankheitsbilder wie Fehlbildungen und Krebserkrankungen gehäuft auftreten, bislang nicht bestätigt oder verifiziert werden. Einzelbeobachtungen sind nicht geeignet, kausale Zusammenhänge zu belegen. Sie müssen unter Berücksichtigung aller Umstände sorgfältig geklärt werden. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand kann keiner der Krankheitsbefunde in einen ursächlichen Zusammenhang mit Immissionen aus Abfallverbrennungsanlagen gebracht werden.

Die durchgeführte Beurteilung zeigt, dass durch den Betrieb von Müllverbrennungsanlagen, die dem Stand der Technik entsprechen, nur äußerst geringe und deshalb als vernachlässigbar einzustufende gesundheitliche Risiken für die im Umgebungsbereich solcher Anlagen lebende Bevölkerung zu erwarten sind. Für bestehende Anlagen, die noch nicht den Anforderungen der 17. BImSchV genügen, ist aus Vorsorgegründen die gesetzlich vorgeschriebene Umrüstung notwendig.

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