Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg

Rückblick:
Bauarbeiten auf der Deponie Hopferstadt:


Artikel der Main Post vom 9. September 2006 im Pressespiegel

[ weiter ]
Deponie Hopferstadt

Deponie Hopferstadt 2014

Die Deponie Hopferstadt ging 1984 zusammen mit dem Müllheizkraftwerk Würzburg in Betrieb. Als Inertstoffdeponie ist sie für die Ablagerung von Materialien konzipiert, die organisch nicht mehr abbaubar sind.

Hausmüll wird nicht abgelagert. So können sich keine Gase bilden und der Deponiekörper bleibt stabil.

Ursprünglich wurden hier die Reststoffe aus der Abfallverbrennung im MHKW abgelagert: Schlacke, Filterstaub und Flugasche. Heute werden sämtliche Reststoffe aus der Abfallverbrennung im MHKW zu 100% verwertet. Die aufbereitete Schlacke im Tiefbau, Filterstaub und Flugasche als Versatzmaterial im Bergbau.

Es werden vor allem inerte Abfälle aus Industrie, Gewerbe und Kommunen abgelagert, die nicht brennbar und nicht verwertbar sind. Vorausgesetzt, sie erfüllen die Anforderungen der Deponieklasse II der Deponieverordnung (DepV).

Typische Ablagerungsstoffe sind belasteter Bauschutt oder verunreinigte Böden.

Die Deponie liegt auf wasserundurchlässigen Schichten des Unteren Keuper (geologische Gesteinsformation) auf, die eine natürliche Barriere bilden.

Zusammen mit der mehrschichtigen Basisabdichtung existiert somit ein Multibarrierensystem.

Die Deponieabdichtung entspricht den hohen Anforderungen der Deponieklasse II der Deponieverordnung.

Sickerwässer werden über ein Sammelsystem in vier große Auffangbehälter geleitet.

Die Sickerwässer werden anschließend zum großen Teil im MHKW Würzburg verwertet und dort als Prozesswasser für den Verdampfungskühler verwendet. Nur ein kleiner Teil wird in der Kläranlage Würzburg entsorgt.

In 18 Beobachtungsbrunnen, die bis zu 75m tief sind, wird rund um die Deponie regelmäßig das Grundwasser in drei Grundwasserstockwerken überwacht.

Das Grundwasser aus den Beobachtungsbrunnen, die Sickerwässer und Oberflächenwässer werden regelmäßig in einem Labor analysiert und die Ergebnisse an das Bayerische Landesamt für Umweltschutz als Aufsichtsbehörde weitergeleitet.



Zum Seitenanfang




Deponie Hopferstadt - Längsschnitt durch den Deponiekörper

Der 1. Verfüllabschnitt ist bereits verfüllt und mit einer Deckabdichtung versehen. So kann kein Niederschlagswasser in den Deponiekörper eindringen, Schadstoffe können nicht ausgewaschen werden.


Zum Seitenanfang


Gesamtdeponiefläche: 7,25 ha
Genehmigtes Gesamtvolumen (Abschnitte I bis IV): 834.000 m³
Verfülltes Gesamtvolumen: 346.000 m³
   
Restvolumen der Deponie: 488.000 m³
Restvolumen derzeit ausgebauter Verfüllabschnitte: 124.000 m³
   
Die Verfüllabschnitte III und IV sind noch nicht ausgebaut.
   

Über die Restlaufzeit des ausgebauten Verfüllabschnittes II und der Restlaufzeit der gesamten Deponie ist derzeit keine Aussage möglich.

© 2018 Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg   | |   Impressum   |   Kontakt   |   Sitemap   |   Home    |