Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg


Animation MHKW


[ weiter ]


Müllbunker
Funktionsweise der Abfallverbrennung

Das Müllheizkraftwerk Würzburg behandelt die Abfälle und den Sperrmüll aus Haushalten, aus Gewerbe und Industrie thermisch.

Die Fahrzeuge werden im Eingangsbereich des Werkgeländes gewogen, die Wiegedaten werden elektronisch erfasst und gespeichert. Aus den Daten werden die angelieferten Mengen und die Gebühren ermittelt.

Gewogen und registriert führt der Weg der Müllfahrzeuge in die Anfuhrhalle. Dort öffnet der Platzwart eines der zehn Tore und das Fahrzeug kann den Abfall in den Müllbunker kippen.

Etwa 5.000 Tonnen Abfall können hier eingelagert werden. Ein ständiger Unterdruck im Müllbunker verhindert das Austreten von Stäuben und Gerüchen ins Freie.

Kranführer, die in einer Glaskabine sitzen, durchmischen den Abfall mit Polypgreifern und befüllen nach und nach die Beschickungstrichter der einzelnen Verbrennungslinien.

Vom Beschickungstrichter rutscht der Abfall langsam auf den Rost. Der Rost ist nach unten geneigt und besteht aus beweglichen Rostplatten. Langsam bewegt sich nun der Abfall auf der Rostfläche nach unten.

Die Neigung der Rostfläche und die Schürbewegung der Rostplatten gewährleisten einen optimalen Verbrennungsprozess mit Temperaturen > 1.000 °C.

Durch die Verbrennung wird der Abfall auf etwa 10% seines ursprünglichen Volumens reduziert. Sein Gewicht verringert sich auf etwa 25% des Ausgangsgewichts.

Die im Abfall enthaltenen organischen Schadstoffe werden zerstört. Die anorganischen Verbindungen werden in ein geringeres Schadstoffpotential überführt.

Die Schlacke gelangt nach einem Wasserbad feucht und staubfrei in den Schlackebunker.

Von dort wird die Schlacke in eine Schlackeaufbereitungsanlage transportiert. Sie wird dort aufbereitet und kann nun in ausgewählten Bereichen des Tiefbaus wieder verwertet werden.

Durch Zugabe von Kalkhydrat und Herdofen-Koks werden bis zu 99 Prozent der Schadstoffe aus dem Rauchgas im Gewebefilter abgeschieden (Konditionierte Trockensorption).

Die im Rauchgas enthaltenen Stickstoffe werden unter Zusatz von Ammoniakwasser im DeNOx-Katalysator zu den umweltneutralen Produkten Stickstoff und Wasserdampf reduziert.

Das gereinigte Abgas verläßt über die Stahlschornsteine das MHKW.

Die Filterstäube gelangen in das Staubsilo und mit Silofahrzeugen schließlich zur Mischanlage. Dies alles in trockener Konzeption und staubfrei.

Die Filterstäube werden im Bergbau als Versatzmaterial verwertet.

© 2017 Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg   | |   Impressum   |   Kontakt   |   Sitemap   |   Home    |