Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg


Titelthema und Leitartikel

der Main Post vom 03.02.2007 anlässlich der Veröffentlichung des vierten UN-Klimaberichts

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Pressespiegel


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Offener Brief

Zur Titelseite und Leitartikel der "Main Post" am Samstag, 3.02.2007 von Tilman Toepfer zum Thema Klimaschutz anlässlich der Veröffentlichung des vierten UN-Klimaberichts.

Sehr geehrter Herr Toepfer,

mit großem Interesse habe ich die Ausgabe der Main Post vom Samstag, den 3. Februar 2007 und insbesondere Ihren Leitartikel hierzu, gelesen.

Die anschauliche Grafik zeigt unter anderem die Mülldeponie und die Verbrennung von fossilen Stoffen wie Kohle, Gas, Öl, Benzin sowie aus Sprühdosen, Kühl-, Löse- und Schaummitteln u. a., FCKW als Klimaproblem.

Zur Lösung dieses Problems bieten Müllheizkraftwerke wie das Würzburger Müllheizkraftwerk mit einer CO2-Entlastung im letzten Jahr von fast 100.000 t einen nicht mehr unerheblichen Beitrag.

Die Bundesregierung, noch unter Jürgen Trittin, hat die so gewonnene Energie ausdrücklich im Gesetz über erneuerbare Energien als erneuerbare Energie zu 50 % anerkannt.

Gleichzeitig werden mit der thermischen Behandlung des Abfalls Methanemissionen aus Deponien vermieden und gleichzeitig werden z. B. im Abfall enthaltene FCKW-Stoffe zu über 99 % durch den Verbrennungsvorgang zerstört und gelangen so nicht in die Umwelt.

Bundesweit haben wir nun endlich zum 01.06.2005 die Deponierung unbehandelter Abfälle beendet und erzeugen in den 67 Anlagen in Deutschland, vertreten in der ITAD (Sitz Würzburg), 16,5 Mrd. kWh Wärme und 6,8 Mrd. kWh Strom.

Die ebenfalls in Würzburg gegründete CEWEP (Confederation of European Waste-to-Energy Plants) vertritt über 90 % der europäischen Anlagen.

Europaweit werden 50 Mio. Tonnen Abfall energetisch behandelt und ersparen so ein Äquivalent von 7,4 Mrd. Liter Öl, was wieder 20,2 Mio. Tonnen CO2 entspricht, bzw. 30 Mio. Tonnen Braunkohle und 30 Mio. Tonnen CO2.

Leider wird aber in Europa immer noch 44 % des Abfalls deponiert und nur 24 % thermisch behandelt.

Unter gleichzeitiger Erhöhung des materiellen Recyclings auf das Doppelte der bisherigen Werte, könnte mit Beendigung der Deponierung europaweit auch die thermische Leistung fast verdoppelt werden.

Dabei werden eben nicht nur Gas, Kohle und Öl eingespart, sondern auch gleichzeitig die Emissionen der Deponien vermieden und somit ein doppelter Effekt erzielt.

Ich verweise hierzu auf die umfangreichen Internetseiten der jeweiligen Organisationen und würde mich sehr freuen, Ihnen in einem persönlichen Gespräch weitere Informationen zu dem Thema Energie aus Abfall geben zu können.

Ferdinand Kleppmann, Verbandsdirektor
Geschäftsleiter

ITAD-Vorsitzender
www.itad.de

Präsident CEWEP
www.cewep.eu

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