6 Säulen der Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind aktuell in aller Munde. Beim ZVAWS sind es jedoch alles andere als Trendthemen. Folgende sechs Säulen gehören bereits seit der Gründung vor gut 40 Jahren zur Unternehmens-DNA.

Entsorgungssicherheit
Entsorgungssicherheit für die Menschen in der Region Würzburg und ihren angrenzenden Gebieten herzustellen, ist die Kernaufgabe des Zweckverbandes Abfallwirtschaft. Der Verband garantiert damit rund 900.000 Menschen eine zuverlässige und saubere Müllentsorgung. Die enge kommunale Zusammenarbeit bildet damit einen Grundpfeiler dafür, dass die Restabfälle aus Haushalten und Gewerbebetrieben sicher zum Müllheizkraftwerk (MHKW) Würzburg gebracht und dort verbrannt werden. Nach dem aktuellen Stand ist davon auszugehen, dass in Deutschland noch auf Jahrzehnte hinaus eine Müllverbrennung auf jetzigem Niveau benötigt wird. Das setzt voraus, dass die Anlagen des MHKW auf einen relativ langen Zeitraum auf dem neuesten Stand der Technik gehalten und weiterentwickelt werden müssen. Dazu werden rechtzeitig die Weichen gestellt, um die technische Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Mit Investitionen in Erhalt und Innovation der Anlagen strebt der Verband an, für das Gebührengeld der Bürgerinnen und Bürger den bestmöglichen Gegenwert anzubieten. Sollten sich Regeln für und Ansprüche an die Erfüllung der Müllentsorgung ändern – etwa, weil sich die Zusammensetzung des Abfalls entwickelt, garantieren die Innovationen, dass der Betrieb ökologisch und nachhaltig sichergestellt bleibt.

Umweltfreundlichkeit
Die Müllverbrennung in Anlagen, die die höchsten Standards bei der Rauchgasreinigung erfüllen, schont die Umwelt. Die Verbrennung verringert das Abfallvolumen um mehr als drei Viertel. Gleichzeitig werden die Schadstoffe zerstört oder zurückgehalten, gebunden und sicher entsorgt. Die Entsorgung erfolgt zum Beispiel durch den Einbau in ehemalige Bergbaustollen Hunderte Meter unter der Erde. Die Verbrennung verhindert dadurch eine unkontrollierte Emission in die Umwelt. Auch nicht anders nutzbare Reste von Verwertungsprozessen, wie zum Beispiel nach der Kompostierung oder Sortierung in modernen Anlagen, werden am Müllheizkraftwerk angenommen und energetisch verwertet – ohne dass etwa Kunststoffpartikel entweichen und in Gewässer oder auf Böden gelangen. Die Müllverbrennung ist so nicht etwa Gegner, sondern unverzichtbarer Partner hochwertigen Recyclings. Die Deponie des Zweckverbandes der Abfallwirtschaft in Hopferstadt nimmt belastetes Abbruchmaterial, Bodenaushub und andere mineralische Abfälle bis zur Deponieklasse II auf. Auch für Reststoffe aus der Müllverbrennung steht sie nötigenfalls zur Verfügung. Seit 1998 ist das Müllheizkraftwerk zertifiziert nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme), dem weltweit anspruchsvollsten System für nachhaltiges Umweltmanagement.

Kreislaufwirtschaft
Während die kommunalen Verbrennungsanlagen den Müll aufnehmen, der nicht wiederverwendet oder verwertet werden kann, finden die Reststoffe der Müllverbrennung (also das, was nach der thermischen Verwertung übrig bleibt) zu einem großen Teil sehr wohl eine weitere Verwertung. Sie ersetzen zum Beispiel wertvolle natürliche Rohstoffe. Damit tragen die Müllverbrennung und die Verwertung der Reststoffe zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft bei. Diese wiederum ist essenziell für eine Entwicklung, die wirtschaftliche Verbesserungen weltweit ohne steigenden Verbrauch an natürlichen Ressourcen ermöglicht, die so für künftige Generationen verfügbar bleiben. Im Verbrennungsrückstand, der „Schlacke“, sind noch bis zu zehn Prozent reine Metalle enthalten, die rückgewonnen und wieder eingesetzt werden – zum Beispiel Eisen, Kupfer und Aluminium. Die mineralischen Reststoffe können qualitätsgesichert – ohne Gefahr für Mensch und Umwelt – im Tiefbau und in technischen Bauwerken Verwendung finden und damit natürliche Vorkommen an Sand und Kies schonen. Der Einbau von Reststoffen unter Tage stabilisiert dauerhaft das Untergrundgefüge in früheren Bergbaurevieren. Die Verbrennung von Abfällen mit „best- verfügbarer Technik“, wie sie die EU vorgibt, schleust Schadstoffe sicher aus und liefert zugleich Ressourcen für einen hoch entwickelten Wirtschaftskreislauf.

Energieeffizienz
Das Müllheizkraftwerk Würzburg (MHKW) arbeitet mit der Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung. Die bei der Verbrennung frei werdende Energie (Abwärme) wird erst in den Turbinen zur Stromerzeugung genutzt und dann als Dampf ins Fernwärmenetz eingespeist. Würzburg verfügt mit MHKW und Gas-Heizkraftwerk über den drittgrößten Kraftwerksverbund in Bayern. Ein Fünftel bis ein Viertel der vom Verbund als elektrischer Strom und Wärme gelieferten Energie stammt vom MHKW. Es trägt auf klimafreundliche Weise die regionale Energieversorgung mit. Die Verbrennung des Restmülls ist ohnehin notwendig, und dieser besteht etwa zur Hälfte aus nachwachsenden, also erneuerbaren Rohstoffen wie Holz und Papier. Die Energieeffizienz ist noch ausbaufähig. Es steht aktuell mehr Abwärme zur Verfügung als genutzt wird. Der Zweckverband Abfallwirtschaft engagiert sich daher für den Ausbau des Fernwärmenetzes. 2018 wurde durch den Anschluss der Nachbargemeinde Rottendorf erstmals die Versorgung im Landkreis Würzburg aufgenommen. Bis 2022 wird im angrenzenden Gewerbegebiet die neue Modellfabrik des Süddeutschen Kunststoffzentrums folgen, die die Energie zur Kühlung und Klimatisierung einsetzt. Vor allem in den Sommermonaten, wenn die Nachfrage nach Heizwärme gering ist, kann der Energiebedarf so effizient gedeckt werden.

Kreislaufwirtschaft
Während die kommunalen Verbrennungsanlagen den Müll aufnehmen, der nicht wiederverwendet oder verwertet werden kann, finden die Reststoffe der Müllverbrennung (also das, was nach der thermischen Verwertung übrig bleibt) zu einem großen Teil sehr wohl eine weitere Verwertung. Sie ersetzen zum Beispiel wertvolle natürliche Rohstoffe. Damit tragen die Müllverbrennung und die Verwertung der Reststoffe zum Aufbau einer Kreislaufwirtschaft bei. Diese wiederum ist essenziell für eine Entwicklung, die wirtschaftliche Verbesserungen weltweit ohne steigenden Verbrauch an natürlichen Ressourcen ermöglicht, die so für künftige Generationen verfügbar bleiben. Im Verbrennungsrückstand, der „Schlacke“, sind noch bis zu zehn Prozent reine Metalle enthalten, die rückgewonnen und wieder eingesetzt werden – zum Beispiel Eisen, Kupfer und Aluminium. Die mineralischen Reststoffe können qualitätsgesichert – ohne Gefahr für Mensch und Umwelt – im Tiefbau und in technischen Bauwerken Verwendung finden und damit natürliche Vorkommen an Sand und Kies schonen. Der Einbau von Reststoffen unter Tage stabilisiert dauerhaft das Untergrundgefüge in früheren Bergbaurevieren. Die Verbrennung von Abfällen mit „best- verfügbarer Technik“, wie sie die EU vorgibt, schleust Schadstoffe sicher aus und liefert zugleich Ressourcen für einen hoch entwickelten Wirtschaftskreislauf.

Energieeffizienz
Das Müllheizkraftwerk Würzburg (MHKW) arbeitet mit der Technologie der Kraft-Wärme-Kopplung. Die bei der Verbrennung frei werdende Energie (Abwärme) wird erst in den Turbinen zur Stromerzeugung genutzt und dann als Dampf ins Fernwärmenetz eingespeist. Würzburg verfügt mit MHKW und Gas-Heizkraftwerk über den drittgrößten Kraftwerksverbund in Bayern. Ein Fünftel bis ein Viertel der vom Verbund als elektrischer Strom und Wärme gelieferten Energie stammt vom MHKW. Es trägt auf klimafreundliche Weise die regionale Energieversorgung mit. Die Verbrennung des Restmülls ist ohnehin notwendig, und dieser besteht etwa zur Hälfte aus nachwachsenden, also erneuerbaren Rohstoffen wie Holz und Papier. Die Energieeffizienz ist noch ausbaufähig. Es steht aktuell mehr Abwärme zur Verfügung als genutzt wird. Der Zweckverband Abfallwirtschaft engagiert sich daher für den Ausbau des Fernwärmenetzes. 2018 wurde durch den Anschluss der Nachbargemeinde Rottendorf erstmals die Versorgung im Landkreis Würzburg aufgenommen. Bis 2022 wird im angrenzenden Gewerbegebiet die neue Modellfabrik des Süddeutschen Kunststoffzentrums folgen, die die Energie zur Kühlung und Klimatisierung einsetzt. Vor allem in den Sommermonaten, wenn die Nachfrage nach Heizwärme gering ist, kann der Energiebedarf so effizient gedeckt werden.

Gemeinwohl & Transparenz
Als kommunales Unternehmen ist der Zweckverband Abfallwirtschaft dem Gemeinwohl verpflichtet. Sein Ziel ist damit nicht die Gewinnmaximierung, sondern der bestmögliche Nutzen für die Allgemeinheit. Das oberste Entscheidungsgremium, die Verbandsversammlung, setzt sich aus Stadt- und Kreisrätinnen und -räten, Würzburgs Oberbürgermeisterin bzw. Oberbürgermeister und den Landrätinnen und Landräten der Landkreise Würzburg und Kitzingen zusammen. Diese Körperschaften sind Eigentümer des Zweckverbandes und ihren Bürgerinnen und Bürgern gegenüber für den sicheren, effizienten, umweltschonenden und klimafreundlichen Betrieb seiner Anlagen verantwortlich. Öffentliche Sitzungen der Verbandsversammlung und die Rückbindung ihrer Mitglieder als kommunale Mandatsträger sorgen für Transparenz. Durch langfristig angelegte kommunale Partnerschaften mit Landkreisen und Zweckverbänden im regionalen Umfeld gewährleistet der Zweckverband die sichere Entsorgung von Restmüll und Klärschlamm ohne lange Transportwege. Die kommunale Kooperation sorgt als bewährtes Instrument für Konzentration der Kräfte und ermöglicht dadurch höchste Technik- und Umweltstandards. Immer wieder neu kann damit flexibel auf die Interessen des Gemeinwohls eingegangen werden.

Ökonomie
Eine nachhaltige Entwicklung funktioniert nur und wird nur dann akzeptiert, wenn man die Kosten im Blick hat und ökonomisch sinnvoll handelt. Für den Zweckverband gelten deshalb die gleichen Haushaltsgrundsätze der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit wie für Kommunen. Der verantwortungsvolle Umgang mit dem Anlagekapital und den Betriebskosten hält die finanzielle Belastung für die Verbandsmitglieder seit langem auf niedrigem Niveau und trägt zur moderaten Entwicklung der Abfall- und der Abwassergebühren bei. Die Investitionskraft für die Erhaltung leistungsfähiger Anlagen und für Innovation im Interesse von Umwelt und Klimaschutz wird gewahrt. Die Einrichtungen des Zweckverbandes bilden eine wichtige Stütze für die Wirtschaftsstruktur der Region. Etwa 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind beim Zweckverband und bei den Stadtwerken Würzburg in sicheren und attraktiven Arbeitsplätzen direkt mit Verwaltung und Betrieb des MHKW und der Deponie Hopferstadt beschäftigt. Daneben werden in großem Umfang Lieferungen und Leistungen regionaler Unternehmen bezogen, ein Beitrag zur regionalen Wertschöpfung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen. Kurze Wege, langfristige Zusammenarbeit und Verlässlichkeit, das sind die Werte, mit denen sich der Zweckverband Abfallwirtschaft für die nachhaltige Entwicklung der Region einsetzt.