Liebe Leserinnen und Leser,
wie können wir unseren Müll sicher entsorgen, die Umwelt und Ressourcen schonen und dabei möglichst geringe Kosten für die Gebührenzahler produzieren? Diese Fragen beantwortet der Zweckverband Abfallwirtschaft Raum Würzburg (ZVAWS) seit über 40 Jahren zuverlässig und kompetent. Seit seiner Gründung am 12.12.1979 haben sich diese Herausforderungen an den ZVAWS nicht geändert und werden – nach derzeitigem Stand – für die kommenden Dekaden bestehen bleiben. Als Vorsitzende des ZVAWS und Landrätin des Landkreises Kitzingen freue ich mich, Ihnen nun die 4. Ausgabe unseres Magazins präsentieren zu können. Hier zeigen wir Ihnen, wie sich der ZVAWS auch für die Zukunft aufstellt, um weiter nachhaltige Abfallwirtschaft umzusetzen, und so ein verlässlicher Partner der Menschen in der Region Würzburg bleibt. Gerade in den vergangenen Jahren ist viel geschehen. Die Verbrennungslinie 1 wurde erneuert, für den Siedlungsabfall auf der Deponie Hopferstadt ein Zwischenlager errichtet und der Fernwärmeausbau vorangetrieben. Die kommunale Zusammenarbeit bewies damit einmal mehr ihre Leistungsfähigkeit. Sie bildet auch künftig eine wesentliche Grundlage für zeitgemäße Daseinsvorsorge. Mit seinen zentralen Einrichtungen, dem Müllheizkraftwerk (MHKW) Würzburg und der Deponie für mineralische Abfälle in Ochsenfurt-Hopferstadt, trägt der Zweckverband bei zum Klimaschutz in der Region. Durch die Nutzung der Abwärme aus dem MHKW, Verwertung von Verbrennungsresten und ortsnahe Beseitigung belasteter mineralischer Abfälle aus der Region unterstützt der Zweckverband den schonenden Umgang mit wertvollen Ressourcen und trägt zur Verringerung der CO2- Emmissionen bei. Dies ist noch ausbaufähig. Durch Energieumwandlung aus Fernwärme gewonnene Kälte kann anstelle elektrischen Stroms zur Klimatisierung eingesetzt werden. Beispielhaft verwirklicht wird dies an der neuen Modellfabrik des Süddeutschen Kunststoffzentrums (SKZ) im Würzburger Osten in Zusammenarbeit von SKZ, Stadtwerken Würzburg und ZVAWS. Der Energiebedarf für Digitalisierung, Klimatisierung und Elektrifizierung (etwa des Verkehrs oder von Produktions- und Heiztechnik) nimmt stetig zu und damit auch die Bedeutung des MHKW als zuverlässiger, schwankungsunabhängiger Stromerzeuger. Dessen innovative Technologien können fossile Energieträger wie Öl und Gas ersetzen – zum Beispiel durch Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff mithilfe von überschüssigem elektrischem Strom. Die Aufgaben für den ZVAWS werden also nicht geringer. Es geht auch in Zukunft darum, die sichere Entsorgung zu gewährleisten, gleichzeitig den größtmöglichen Nutzen für die Menschen zu realisieren und dabei die Kosten im Blick zu halten. Das vorliegende Magazin bietet Ihnen hierzu interessante und womöglich auch überraschende Einblicke. Eine abwechslungsreiche Lektüre wünscht Ihnen Ihre

Tamara Bischof, Landrätin des Landkreises Kitzingen Verbandsvorsitzende
